Sledgeeishockey.eu
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Geschichte

Schlittenhockey entstand vor etwa 40 Jahren in Schweden und ist seit 1994 paralympische Disziplin. Sledge-Hockey wird inzwischen in den USA, Kanada, vielen Teilen Europas, aber auch in Japan, Korea und Russland gespielt. Erst im Jahre 1996 entstand um Detlef Zinke von der RSG Hannover die erste deutsche Mannschaft in Hannover. 1998 wurde in Dresden eine Mannschaft gegründet, weitere in Bremen (1999), Wiehl (2001), Heidelberg (2003), Kamen (2004), Adendorf (2009), Köln (2011) und Berlin (2014). Einige Mannschaften existieren davon leider nicht mehr.



Was ist Sledgehockey?

Spielfeld, Ausrüstung und Spielregeln entsprechen dem Eishockey. Der Spieler sitzt aber niedrig zur Oberfläche des Eises in einem individuell angepaβten Schlitten. Zur Fortbewegung und zum Spiel dienen zwei kurze Schläger, an deren Griffenden Spikes angebracht sind. Die Spielzeit beträgt 3 x 15 Minuten. Wie beim Eishockey geht es auch beim Schlittenhockey ziemlich zur Sache und das Verletzungsrisiko ist recht hoch, weil die Hände mit den Schlittenkufen oder der Körper mit den Spikes in Berührung kommen können. (Fotos: Cardinals Dresden)



Schläger mit Spikes

Ausrüstung

Torwarthandschuh mit Spikes

Material

Leider ist Sledge-Hockey ein relativ teurer Sport. Ein Aluminiumschlitten (Fotos Cardinals Dresden) kostet ca. 1.000 EUR. Dazu kommen hochwertige Kufenblöcke, die auch nicht ganz billig sind. Spezielle Sitzschalen, in denen die Athleten gut geschützt und optimal positioniert werden, sind ebenfalls sinnvoll. Auch die Schläger sind Sonderanfertigungen. Die daran befestigten Spikes werden aus einem Stück Spezialstahl gedreht, gefräst und gehärtet. Sponsoren sind daher herzlich willkommen. >>Kontakt



Schlitten

verschiedene Ausführungen

Schlitten mit Kufenblock

National

In Deutschland gibt es mit den Ice Lions Langenhagen, den Dresden Cardinals, den Weserstars Bremen, den Wiehl Penguins, den Kamen Barbarians und dem ECC Preussen Berlin sechs Mannschaften. Diese haben sich zur Deutschen Sledge-Eishockey Liga (DSL) zusammengeschlossen und führen einen regelmäßigen Spielbetrieb durch. Teilweise schließen sich Mannschaften zur Spielgemeinschaften zusammen. Seit der Saison 2014/15 wird der Meister nach der regulären Saison mit Hin- und Rückspielen durch eine Playoff-Runde ausgespielt. Auf nationaler Ebene können auch nichtbehinderte Athleten integriert werden. Ein Mindestalter von 16 Jahren ist Voraussetzung. Aber auch jüngere Sportler sind beim Training gern gesehen. Denn immerhin, früh übt sich...

Langenhagen Ice Lions Dresden Cardinals Weserstars Bremen Wiehl Penguins Kamen Barbarians ECC Preussen Berlin


International

Die deutsche Nationalmannschaft nimmt an internationalen Wettbewerben teil. Internationale Vergleiche gab es so in den letzten Jahren bei Länderspielen gegen Holland, Tschechien und den USA und einem Trainingslager in Italien. Beim SAS-Radisson-Cup traf Gastgeber Deutschland bisher auf Schweden, Norwegen, die USA, Kanada, Italien und Tschechien.

Bei den Weltmeisterschaft 2004 in Schweden belegte Deutschland bei seiner ersten WM-Teilnahme den siebten Rang. Bei den erstmals ausgetragenen Europameisterschaften 2005 in Tschechien wurde Deutschland nicht nur der erste Europameister, sondern schaffte damit die Qualifikation für die Paralympics 2006 in Turin. Hinter Kanada, Norwegen und den USA schaffte Deutschland bei der ersten Teilnahme an Paralympischen Spielen dann einen beachtlichen vierten Platz. Die Titelverteidignung des Europameistertitels misslang 2007. Deutschland wurde Dritter.

Bei den Paralympics 2014 in Sotchi war das deutsche Team leider nicht dabei, da man sich als Dritter beim Qualiturnier nicht qualifizieren konnte. Bei der Weltmeisterschaft in Buffalo/USA 2015 belegte Deutschland den 6. Platz.

Auf Clubebene etabliert sich in Europa die European Sledgehockey Association (ESHA). Außerdem finden alljährlich Turniere, wie der Studenka-Cup in Zlin (Tch), der SRH-Cup in Dresden, der Elblag-Cup (Pol) oder die Malmö-Open statt, in denen Vereinsmannschaften ihre Kräfte messen.

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